Preise richtig festlegen als Virtuelle Assistenz

12. August 2025

Wie du als Virtuelle Assistenz deine Preise richtig festlegst – ohne dich zu unter Wert zu verkaufen

Der Schritt in die Selbstständigkeit als Virtuelle Assistenz bringt viele Freiheiten – aber auch einige Entscheidungen, die am Anfang unsicher machen können. Eine der wichtigsten Fragen lautet: „Was soll ich für meine Arbeit verlangen?“ Viele starten mit viel zu niedrigen Preisen, weil sie Angst haben, keine Kund:innen zu finden oder sich nicht „gut genug“ fühlen. Doch genau das kann dich langfristig ausbremsen und verhindern, dass dein Business wächst.


Deine Preise sind nicht nur eine Zahl, sie sind ein klares Statement über deinen Wert. Wenn du zu billig anbietest, vermittelst du unbewusst, dass deine Arbeit nicht viel wert ist – und ziehst häufig KundInnen an, die vor allem nach dem günstigsten Angebot suchen. Das führt oft zu viel Arbeit für wenig Geld und damit zu Frust.


Der erste Schritt zur fairen Preisgestaltung ist, deine Kosten und deinen gewünschten Verdienst zu kennen. Überlege, wie viel du im Monat netto verdienen möchtest, um davon gut leben zu können. Addiere dazu Steuern, Versicherungen, Rücklagen und andere Geschäftsausgaben. Teile diese Summe durch die Stunden, die du realistisch im Monat arbeiten kannst – und du bekommst einen Mindest-Stundensatz, der für dich wirtschaftlich sinnvoll ist.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist, den Wert deiner Arbeit zu verstehen. Als Virtuelle Assistenz bietest du nicht nur Zeit, sondern vor allem Lösungen. Wenn du z. B. Social Media betreust, hilfst du deinem Kunden, sichtbar zu werden, mehr Anfragen zu erhalten und letztlich mehr Umsatz zu machen. Das ist weit mehr wert als nur „ein paar Posts schreiben“.


Gerade am Anfang kann es helfen, dich nicht ausschließlich nach Stunden bezahlen zu lassen, sondern über Paketpreise nachzudenken. So verkaufst du Ergebnisse statt Zeit – und kannst dich leichter von der typischen „Stundenlohn-Falle“ lösen. Ein klar beschriebenes Paket, z. B. „Komplette Social Media Betreuung für Coaches – 8 Posts, 4 Reels und Community Management pro Monat“, macht es KundInnen leichter, den Nutzen zu erkennen und den Preis zu akzeptieren.


Vergiss nicht: Deine Preise sind verhandelbar – aber in eine Richtung: Nach oben. Je mehr Erfahrung du sammelst, je mehr Expertise du aufbaust und je mehr Nachfrage du hast, desto selbstverständlicher darf dein Preis steigen. Lass dich nicht von Vergleichsportalen oder Dumping-Angeboten verunsichern. Dein Ziel ist nicht, die billigste VA zu sein, sondern die beste Wahl für deine WunschkundInnen.



Eine faire Preisgestaltung ist kein Hexenwerk, sondern das Ergebnis von Klarheit über deinen Wert, deiner Positionierung und deiner Zielgruppe. Wenn du dir am Anfang die Zeit nimmst, deine Preise strategisch festzulegen, schaffst du die Grundlage für ein Business, das dich nicht nur erfüllt, sondern auch finanziell trägt.

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